Verstünden wir wirklich, welche Rolle das
Geld in unserem Leben spielt, würden wir es
nicht nur mit Begriffen wie "ausgeben" und "sparen" verbinden, schreibt der Philosoph Jacob Needleman. Auf einer höchst emotionalen Ebene übt Geld Einfluss darauf aus, wer wir sind und was uns unerreichbar scheint. Wir wissen, wieviel die Dinge
kosten, aber nicht, was sie wert sind, da wir lange nicht bereit waren, die emotionale und spirituelle Wirkung anzuerkennen, die Geld auf uns hat. Geld steht im Zentrum bei dem Versuch, unser Leben nach unseren Idealen auszurichten, aber
ebenso ist es oft der Grund für unseren Alltagsfrust. Auf gesellschaftlicher Ebene hat es starke Auswirkungen auf die Kosten des Fortschritts.
Needleman zeigt, wie das Geld allmählich anfing, unser Denken zu beherrschen: von der Erfindung des Münzwesens in biblischen Zeiten (wo es zum Wohle der Allgemeinheit eingesetzt wurde statt
zur persönlichen Bereicherung) bis zu seiner hypnotischen Anziehungskraft in unserer geldgierigen Gegenwart.
Dies ist ein bemerkenswertes Buch, das Mythos und Psychologie verbindet, die Dichtkunst der Sufis mit der Weisheit König Salomos. Jacob Needleman durchforstet seine eigene Seele ebenso wie die Kultur, in der er lebt, um aufzuzeigen, wie Geld zu einem einzigartigen Mittel zur Selbsterkenntnis werden kann.
Das (englische, A.d.Ü.) Taschenbuch der Currency-Reihe enthält eine "Gebrauchsanweisung", ein Vorwort und Diskussionsanregungen des Autors, die es dem Leser erleichtern sollen, aus den Ideen praktischen Nutzen zu ziehen.