Theodor Fontane: Effi Briest
Effi Briest ist ein Ehebruchroman. Fontane (1819 – 1898) erzählt in 36 Kapiteln die Geschichte der Effi Briest, die einen Zeitraum von 12 Jahren umfasst. Mit 17 Jahren wird Effi an den Baron von Innstetten (38) verheiratet. Es handelt sich dabei um eine Art Ersatzhandlung ihrer Mutter, die den Baron selbst einst abgelehnt hatte. Ihr Leben in Kessin, an der hinterpommerschen Küste ist langweilig. Sie fürchtet sich vor einem spukenden Chinesen im Haus. Sie wird in ihrer Angst von Johanna, der von ihrem Mann ausgesuchten Haushälterin, bestärkt. Lediglich die Außenseiter Alonso Geishübler, der Apotheker, die emanzipierte Sängerin Marietta Trippelli und Roswitha, das Kindermädchen für ihre Tochter, haben eine menschliche Bedeutung in ihrem Leben. Neun Monate nach der Hochzeit bekommt Effi ein Mädchen, das auf den Namen Annie getauft wird.
Als Major Crampas in Kessin auftaucht, wird Effis Leben ein wenig abwechslungsreicher und schließlich gibt sie der Verführung nach und es kommt zu einer heimlichen Affäre.
Kurze Zeit später wir ihr Mann nach Berlin befördert. Für Effi ist es eine Chance, sich von ihrem bisherigen Leben zu befreien. Sechs Jahre später, während Effi sich in Bad Ems zu einer Kur aufhält, entdeckt ihr Ehemann Crampas Briefe an Effi. Er erschießt den Major im Duell und lässt Effi die Scheidungsnachricht durch ihre Eltern zukommen. Effi wird nicht nur von ihrem Ehemann und der Gesellschaft, sondern auch von ihren Eltern verstoßen. Sie zieht in eine kleine Wohnung nach Berlin und wird dort von Roswitha versorgt. Ihre Tochter, beeinflusst von Vater und Gesellschaft, weist sie ab. Sie kümmert vor sich hin, bis ihre Eltern sie drei Jahre später zu sich nehmen. Dort verbessert sich ihr gesundheitlicher Zustand zwar ein wenig, aber ihr Temperament und ihr Wille ist gebrochen und sie wartet auf den Tod. Imstetten ist sich derweil bewusst, dass „es ein Glück gebe, dass er es gehabt, aber dass er es nicht mehr habe und nicht mehr haben könne.“
Effi stirbt mit 29 Jahren. Als die Mutter nach Gründen für Effis Unglück sucht, sagt ihr Mann: „... das ist ein zu weites Feld.“
Veröffentlicht am:
Juli 02, 2007
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