Was ist das Glück? Ich nahm dieses Buch zur Hand, nachdem ich eine Zeitlang kein Buch gelesen hatte. Und das war wahrscheinlich gut so. Es
brachte mich zum Verweilen bei diesem Buch. Davor hatte ich oft versucht, ein Buch eben noch schnell zu Ende zu lesen, war aber
nicht wirklich schlau daraus geworden.
Genau wie ich jedem empfehlen würde, ein äußerst schmackhaftes Mahl eher in Maßen zu genießen, als sich durch zuviel Heißhunger den Magen mit einer köstlichen Speise zu verderben (Oh Schande!), so ist auch dieses Buch eine Lektüre, die man am Besten in kleinen Portionen genießt.
Es brachte mich zum Nachdenken über mein eigenes Leben und über solch wichtige Kategorien, wie Glück, Liebe, Heimat, Ziele und Sinne des Lebens. Auch wenn der Titel „Über das Glück“ lautet, handelt es sich doch um eine
ganz intime, philosophische Weltsicht des Autors zu all den großen Begriffen, über welche die Philosophie beständig diskutiert. Dieses weitgefasste Ansinnen bewältigt es, ohne dabei schwer lesbar zu sein. Das gelegentliche Pausieren ist also nicht aus diesem Grunde angeraten, sondern, weil man sich selbst an gewissen
Stellen einmal das Nachdenken über die eigene Position, oder über das selbst Erlebte gestatten sollte. Das Buch bringt den Leser dazu, sich diesen Problemen zu stellen.
So gesehen, ist es eine ganz intime Lektüre und gehört bisher ganz sicher zu meinen Lieblingsbüchern.