Es war einmal ... Ihr Konterfei zierte einst den 1000-Mark-Schein: die Brüder Grimm. Einen ganz anderen Reichtum haben die beiden hessischen Professoren-Brüder, die tatsächlich ein Herz und eine Seele waren, der deutschen Literatur hinterlassen: nicht nur eine Grammatik und ein Wörterbuch, sondern vor allem die Sammlungen von Sagen und Märchen, die ihren Namen in aller Munde brachte. In fast jedem Haushalt findet sich ein Sammelband der Grimm’schen Märchen, und Generationen von Kindern sind mit Dornröschen , Aschenputtel und dem Gestiefelten Kater aufgewachsen. Die Märchen sind zumeist einfach, plakativ, dem Volksglauben abgeschaut. Sie bieten eine hervorragende Projektionsfläche für Urängste und regen die kindliche, aber auch die Phantasie der reifen Menschen an. Mit Superlativen geizen sie nicht: Grimms Märchen sind eine der klassischen Märchensammlungen der Weltliteratur, das neben der Lutherbibel meistverbreitete Buch in deutscher Sprache und seit 2005 Teil des Weltdokumentenerbes der UNESCO. Von den insgesamt 240 Märchen wird hier eine kleine Auswahl vorgestellt.