Eine nicht standesgemäße Liebe Irrungen Wirrungen erzählt die Geschichte einer nicht standesgemäßen Liebe. Einen Sommer lang haben der Baron Botho und die Büglerin Lene ein Liebesverhältnis, das sie schließlich wegen des unüberwindbaren Klassenunterschieds zugunsten von Vernunftehen aufgeben. Ihr persönliches Glück ist damit für immer verloren, die gesellschaftlichen Konventionen sind zu stark. Zu seiner Zeit sorgte der Roman mit seiner unverblümten Darstellung einer nicht standesgemäßen Beziehung für Zündstoff. Das Aufeinanderprallen von Liebesideal und gesellschaftlicher Realität war zwar auch vorher schon in der Literatur thematisiert worden, etwa in Schillers Kabale und Liebe . Doch anders als dort lehnen sich Fontanes Liebende nicht auf, sondern akzeptieren die äußeren Gegebenheiten widerstandslos. Heute fällt es schwer, dem Roman etwas Anstößiges abzugewinnen. Der Widerstreit zwischen individueller Selbstverwirklichung und den bestehenden Wertvorstellungen einer Gesellschaft ist aber nach wie vor ein Thema.