- Aus dem Spanischen -La casa de los espíritus- Isabel Allende schrieb ihre erste Novelle während der Exilzeit in Venezuela,
als in Chile der Militärpusch, der Salvador Allende stürtzte, stattfand. Sie begann den Roman als einen langen Brief an ihren Großvater ,ohne zu ahnen, was mit ihm geschieht: Der Roman wurde nämlich zu ihrem wichtigsten in ihrem Leben als Schriftstellerin. Diese sturzflugartige Geschichte handelt von den Geschehnissen in einer chilenischen Familie, den Truebas, und sie beginnte mit der Kindheit Clara de Valles, die später mit Esteban Trueba heiratet und
zur Herrscherin über einen Klan wird, der ihr das Unglück, aber auch die Kraft sich über das Unglück zu erheben, ihr zuteilt.
Mit Leichtigkeit und Witz geschrieben, die dieser Autorin eigen sind, ist dieser Roman eine lateinamerikanische Saga, die es verdient neben anderen Sagen genannt zu werden, wie die der Buendias von Garcia Marquez. Gewisse Intellektuelle, die sich selbst als seriös bezeichnen, verschmähen das Werk Allendes, näturlich nicht ohne eine offentsichtliche Frauenfeindlichkeit. Das Geisterhaus aber überlebt so wie es ist: eine ergreifende Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite, aufgrund der Gabe, die die Autorin ganz und gar besitzt. Denn sie beherrscht die Kunst des Erzählens. Ein Gaumenschmaus vom Anfang bis zum Ende.