Vermögend ist, wer sich ein dickes Auto, eine luxuriöse Villa und einen Gärtner leisten kann. So die landläufige Definition. Dass es aber noch sehr viel mehr und vielleicht sogar wichtigeres Vermögen gibt als Geld, zeigt Florian Felix Weyh in diesem Buch. Zugegeben, über weite Passagen verliert er sich in detailreichen Abschweifungen (von der Altbauwohnungssuche in Berlin bis zur Weihnachtsfeier mit der zwölfköpfigen Familie) und man fragt sich irgendwann leicht genervt, ob der rote Faden versehentlich eine Dauerwelle gekriegt hat. Hat man sich aber tapfer durch alle Windungen hindurchgelesen, wird man mit dem guten Gefühl belohnt, selbst zu den Vermögenden zu gehören - unabhängig vom Kontostand. Der erstklassige, literarische Schreibstil trägt dem Autor sogar noch mehr Punkte ein als der Inhalt es Buches, meint getAbstract und empfiehlt es jedem, der sich an professionell guter Schreibe erfreut, sowie allen, die permanent über Geldmangel jammern.