Bier
In Deutschland wird Bier nach dem Reinheitsgebot gebraut, welches als Rohstoffe ausschließlich Wasser, Gerste,
Hopfen und Hefe zulässt. Damit zählt Bier zu den reinsten Lebensmitteln überhaupt. Aber dennoch sind einzelne Inhaltsstoffe gesundheitlich bedenklich und sogar schädlich.
Der regelmäßige Genuss führt aufgrund des im Bier enthaltenen Alkohol zur Sucht, inklusive den daraus resultierenden psychischen und physischen Schäden. Bei einer akuten Alkoholvergiftung können Atemlähmung und Kreislaufversagen zum Tode führen. Durch den Alkoholabbau in der Leber entstehen Zwischenprodukte (z.B. Acetaldehyd), die insbesondere Leber, Bauchspeicheldrüse, Speiseröhre und Magen, sowie Speiseröhre und Kehlkopf schädigen können. Nach übermäßigem Alkoholgenuss kann es in diesen Organen auch zur Bildung von Tumoren und Krebs kommen.
Ende der siebziger Jahre wurden in einigen Biersorten hohe Mengen der stark krebserregenden Nitrosamine gefunden. Besonders starke Belastungen wiesen Rauchbier, dunkles Starkbier, und dunkles Export auf. Die Anteile im Weizenbier und im Kölsch waren weitaus
geringer. Im Zusammenhang mit den Ernährungsgewohnheiten galt Bier zu dieser Zeit als größter Nitrosaminlieferant in Deutschland. Nach dieser Entdeckung stellten die Brauereien innerhalb kurzer Zeit das Brau- und Darrverfahren um, so dass die Nitrosaminanteile
deutlich gesenkt wurden.
Hopfendolden, die als Rohstoff für das Bier verwendet werden, enthalten große Mengen an weiblichen Hormonen (Östrogene). Im Bier findet sich zwar nur ein vergleichsweise geringer Hormongehalt wieder, dieser reicht aber aus, anatomische Veränderungen beim gewohnheitsmäßigen Biertrinker zu bewirken. Die ersten Veränderungen werden durch die Entwicklung des charakteristischen Bierbauches, gefolgt von einer Brustbildung, deutlich. Hierin unterscheidet sich die Gewichtszunahme und die Verteilung des Fettgewebes beim Biertrinker gegenüber den Personen, die andere kalorienreiche Kost oder andere alkoholische Getränke zu sich nehmen. Die durch den Biergenuss verursachten typischen körperlichen Veränderungen sind daher die ersten Anzeichen einer Verweiblichung.
Quellen:
MARTINETZ, D.: „Umwelt- und Alltagsgifte“. Urania-Verlag GmbH, Berlin, 1997.
KATALYSE e.V.: „Chemie in Lebensmitteln“. Katalyse-Umweltgruppe Köln e. V., 1981.